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Hilfe, mein Hund kratzt sich ständig!

Hilfe, mein Hund kratzt sich ständig!

Was ist nur mit Bruno los? Er kratzt sich die Seele aus dem Leib. An manchen Stellen ist er schon ganz kahl. Und er kratzt, beißt und leckt sich ohne Unterlass. Bruno hat bestimmt Flöhe!

Da reicht schon einer. Denn aus einem Floh werden nach einem Monat schnell mal 2.500 Flöhe und nach zwei Monaten sage und schreibe 25.000 Exemplare! Also wird das Fell sofort unter die Lupe genommen – und siehe da, man sieht: nichts. Auch der Nissenkamm bringt kein Ergebnis. Glück gehabt! Aber was hat Bruno dann nur?

FlohNicht immer ist der Floh der Übeltäter.

Mehr als 90 Prozent aller Juckreiz-Hunde leiden an Allergien, Parasiten oder Infektionen.

Häufigste Ursache: Allergien

Wenn nicht die Parasiten, was dann? Es könnte sich womöglich um eine Allergie handeln. Denn nicht nur Menschen, auch Vierbeiner können ziemlich allergisch auf Pollen, Hausstaub- und Vorratsmilben, Schimmel- und Hefepilze reagieren. Meistens geht das schon ab einem Alter unter drei Jahren los.

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers auf einen eigentlich harmlosen Stoff, wie zum Beispiel Pollen. Das Immunsystem denkt: Gefahr, Gefahr, Gefahr! Und beginnt gleich mit blindem Aktionismus entgegenzusteuern. Ist die Pollensaison vorbei, hat sich das Juckreiz-Problem häufig von selbst erledigt. Andere Allergene lassen sich hingegen nicht ganz so leicht vertreiben, wie zum Beispiel Hausstaubmilben.

Oder das Futter: Man denkt, man tut seiner Fellnase etwas Gutes und bringt Abwechslung ins tägliche Einerlei. Der Effekt lässt auch nicht lange auf sich warten: Der Hund kratzt sich wie verrückt. Im Futter scheint sich irgendeine Zutat zu befinden, die dem Vierbeiner so gar nicht bekommt. Also zurück zum Altbekannten. Das Problem wird sich höchstwahrscheinlich schnell in Luft auflösen.

Typische Juckreiz-Symptome

- Kratzen
- Lecken
- Knabbern an den Pfoten
- Kopf am Boden reiben
- Kahle Stellen
- Schuppenbildung
- Rötungen
- Hautentzündungen

Schnell handeln!

Wenn sich die Fellnase ab und an kratzt, ist das in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Falls sie jedoch nicht mehr die Pfoten von sich lassen kann und schon offene Stellen hat, ist allerhöchste Eisenbahn. Es können Bakterien eindringen und es drohen eitrige Hautentzündungen und nässende Ekzeme.

Fell
Kahle Stellen sind das Ergebnis unzähliger Kratzorgien.

 

Deshalb: unbedingt zum Tierarzt gehen! Dieser wird wahrscheinlich zu Cortison greifen. Der Vorteil: Das Medikament wirkt schnell. Der Nachteil: Aufgrund der Nebenwirkungen sollte es nicht langfristig eingesetzt werden, da dies zu Folgeerkrankungen führen kann.

Nährstoffe füttern

Mit den richtigen Nährstoffen kannst Du den Juckreiz Deines Vierbeiners lindern. Beispiel: Darm. Als größtes Abwehrorgan im Körper spielt dieser bei Allergien eine große Rolle. Wir erinnern uns: Allergien sind die Hauptursache von Juckreiz. Deshalb ist es immer eine gute Idee, den Darm mit leckeren Nährstoffen zu versorgen, die ihm guttun, etwa Leinsamen.

Die ballaststoffreichen Körnchen unterstützen die Verdauung; sie haben aber noch ein weiteres Ass im Ärmel: Omega 3. Die ungesättigten Fettsäuren gelten als entzündungshemmend und wirken Juckreiz (fachmännisch Pruritus genannt) und Schuppen entgegen – genau wie Leinöl. Bierhefe und Biertreber sind tolle Aminosäuren- und Vitamin-B-Lieferanten, die sich positiv auf die Darmflora auswirken.

Zink ist das bekannteste Spurenelement und ein echter Tausendsassa: Es hemmt quälenden Juckreiz, regeneriert die Haut, wird zur Bildung des Fells benötigt und stärkt das Immunsystem.

Apropos: Ist das Immunsystem gut in Schuss, ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Allergie zu erkranken, weitaus geringer. Brennnessel, Mariendistel und Schwarzkümmel gelten gemeinhin als Immunsystem-Stärke-Experten.

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