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Reisekrankheiten: Gefährliches Mitbringsel

Die schönste Zeit im Jahr: Urlaub!!! Schnell noch die Koffer packen und dann geht’s ab in den Süden! Und weil’s dort so schön ist, kommt der Lieblingsvierbeiner selbstverständlich mit, auch er soll schließlich das Meer und die Sonne in vollen Zügen genießen.

Außerdem ist die Reise an einen unbekannten Ort immer ein großes Abenteuer, das die Bindung zwischen Hund und Halter stärken kann. Und dank Wohnmobil wird schon die Anreise zum angenehmen Trip (im Gegensatz zum traumatischen Transport im Frachtraum eines Flugzeugs).

Leider wird die Freude im Nachgang oft getrübt, weil die Fellnase ein gefährliches Souvenir mit nach Hause gebracht hat: Reisekrankheiten wie Leishmaniose oder Herzwürmer. Viele davon sind tödlich. Wer mit seinem Hund Richtung Mittelmeer fährt, sollte deshalb unbedingt einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Typische Reisekrankheiten

Die Endung mit -iose verheißt nichts Gutes. Die Rede ist von Leishmaniose, Dirofilariose und Ehrlichiose. Alles Erkrankungen, die sich der Hund im Süden oder Osten Europas einfangen kann. Und dann gibt’s da noch die Tollwut. In unseren heimischen Gefilden gilt diese als ausgerottet, in Ländern wie Italien existiert sie aber noch. Tollwut bedeutet für den Hund immer das Todesurteil.

Leishmaniose
Leishmaniose ist weit verbreitet. Viele Hunde, die im Mittelmeerraum leben, sind davon betroffen, man schätzt zwischen 20 und 40 Prozent. Auch Länder wie Bulgarien, Rumänien und Ungarn zählen mittlerweile zu den Risikogebieten.

Und: Leishmaniose ist richtig gefährlich: Die Krankheit endet oft schon nach einigen Monaten tödlich. Aber auch mit Behandlung sterben laut Studien 23 Prozent der Hunde in den ersten zwei Jahren nach Diagnosestellung. Heilen kann man Leishmaniose nicht, der Vierbeiner trägt den Erreger für den Rest seines Lebens in sich – und ist auf Medikamente angewiesen.

Leishmanien werden durch Sandmücken (Phlebotominae) übertragen. Sandmücken sehen eigentlich ziemlich harmlos aus. Weibliche Exemplare sind nur zwei bis drei Millimeter groß, stark behaart, haben einen beigefarbenen Körper und sind mit V-förmigen Flügeln und schwarzen Knopfaugen ausgestattet.

Sticht eine infizierte Sandmücke den Hund, gelangt der Leishmanien-Erreger in dessen Blutzellen. Dort angekommen nutzt er das Blut des Vierbeiners als eine Art Taxi und lässt sich von diesem ganz komfortabel in Milz, Leber, Lymphknoten und Knochenmark befördern.

Die ersten Symptome können Gewichtsverlust, apathisches Verhalten, Müdigkeit, geschwollene Lymphknoten, haarlose oder schuppige Stellen sowie schlecht heilende Wunden sein. Ist die Krankheit fortgeschritten sind folgende Anzeichen typisch: Haarausfall an Nase, Ohren und um die Augen („Brillenbildung“), Haut- und Bindehautentzündungen, Fieber, geschwollene Lymphknoten, wunde Pfoten, starkes Krallenwachstum und Gangprobleme. Der Tierarzt wird womöglich noch Nierenschwäche, Blutarmut, Schädigung des Knochenmarks sowie eine vergrößerte Milz und Leber diagnostizieren.

Das Gemeine: Hat sich der Hund mit dem Erreger infiziert, merkt man das nicht immer sofort. Oft treten die Symptome erst nach Monaten, manchmal sogar erst nach sieben Jahren auf. Da noch einen Bezug zum Urlaub zu bekommen, ist schwierig.

Herzwurm (Dirofilariose)
Hört sich eklig an, ist es auch: Ausgewachsene weibliche Herzwürmer werden bis zu 31 cm lang – länger als ein Standard-Lineal!

Stechmücken sind der Ursprung allen Übels: Sie übertragen die Larven des Herzwurms. Die Parasiten nisten sich in der Lungenarterie und dem Herzen ein und entwickeln sich dort zu besagten 30 Zentimeter langen Fadenwürmern. Diese sind wahre Überlebenkünstler, sie können im Hund bis zu sieben Jahre lang überleben – und dort zu schweren Lungenschäden führen. Wenn das Herz befallen ist, ist in seltenen Fällen eine Herz-OP nötig, bei der die Würmer manuell entfernt werden.

Häufigstes Symptom: chronischer Husten. Dieser beginnt als leichter Husten und verschlimmert sich über Monate, manchmal auch über Jahre. Mangelnder Appetit und Gewichtsverlust können ebenfalls ein Anzeichen für einen Befall sein.

Herzwürmer mögen es warm: Temperaturen von über 20 Grad sind genau ihr Ding. Deshalb kommen sie vor allem in den Mittelmeerländern wie Spanien, Portugal, Italien, Südfrankreich, Griechenland, Türkei und Kroatien vor. Osteuropäische Länder wie Ungarn, Rumänien, Serbien, Bulgarien und der Slovakei sind allerdings auf dem Vormarsch – genau wie in Deutschland.

Ehrlichiose
Der Übeltäter: eine Zecke, genauer gesagt die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Aus diesem Grund wird die Erkrankung auch Zeckenfieber genannt. Die gierigen Blutsauger machen sowohl den Mittelmeerraum als auch die Tropen und Subtropen unsicher.

Die braune Zecke überträgt das Bakterium (Ehrlichia canis), das bestimmte Blutzellen (Monozyten und Makrophagen) befällt. Rund acht bis 20 Tage nach dem Zeckenstich treten beim Hund die ersten Symptome auf. Oft kann man sich darauf keinen Reim machen, da der Urlaub schon eine Weile zurückliegt. Der Vierbeiner ist irgendwie lethargisch, fiebrig, hat Atembeschwerden, auch sein Appetit lässt zu wünschen übrig. Weitere Symptome einer Ehrlichiose: Erbrechen, blasse Schleimhäute sowie Blutungen an Zahnfleisch, Nase oder im Magen-Darm-Trakt.

Im weiteren Verlauf sinkt die Anzahl der weißen und roten Blutzellen und der Blutplättchen dramatisch. Die Folgen sind drastisch: von plötzlicher Erblindung über Nierenschwäche bis zur Hirnhautentzündung (Meningitis). Manche Tiere sind verwirrt, haben Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungen. Greift man hier nicht augenblicklich ein, kann die Erkrankung zum Tod führen. Behandelt wird die Ehrlichiose unter anderem mit Antibiotika.

Babesiose
Babesiose wird häufig als „Hundemalaria“ bezeichnet – und ist immer ein Notfall. Wird die Krankheit nicht schnell behandelt, verläuft sie in der Regel tödlich. Auch bei in diesem Fall übertragen Zecken den Erreger, die sogenannten Babesien. Die einzelligen Parasiten zerstören beim Hund die roten Blutkörperchen, was zu Blutarmut, Schock und Nierenversagen führen kann.

Falls das Tier plötzlich hohes Fieber hat oder von Mattigkeit geplagt ist, sollte man hellhörig werden. Wenn’s die Fellnase richtig schlimm erwischt hat, sondert sie roten Urin ab und hat Gelbsucht.

Man kann die Erkrankung behandeln, aber es ist zugegebenermaßen ein schwieriges Unterfangen. Am besten geht man vor dem Urlaub zum Tierarzt und lässt seinen Hund dagegen impfen. Auch wenn dies womöglich eine Ansteckung nicht vermeidet, verhindert es zumindest schwere Verläufe.

Tollwut
In Deutschland ist die Lage laut Robert-Koch-Institut folgendermaßen: 2006 gab es den letzten Tollwutfall (ein Fuchs). Seit 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei. Im Ausland sieht die Sache leider oft anders aus.

Tollwut bedeutet den sicheren Tod des Hundes. Tollwut ist auch auf den Menschen übertragbar und endet ebenfalls oft tödlich. Der beste Schutz: eine Impfung. Für Reisen innerhalb der EU ist eine Impfung sowieso Pflicht. Diese wird dann im blauen EU-Heimtierausweis vermerkt. Wichtig: Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor Abreise erfolgt sein. Aber auch wenn man in ein Land reist, in dem diese Bestimmung nicht gilt, immer impfen lassen.

Vorbeugen ist das A und O

Vorsorge ist alles. Denn manche Infektionen lassen sich nur schwer oder im Falle von Tollwut gar nicht behandeln. Ein wirksames Anti-Mücken- und Zecken-Mittel ist bei einer Auslandsreise ein Must-have. Damit es nicht zu einem Herzwurmbefall kommt, sollte man sein Tier vor, während und nach dem Urlaub entwurmen. Der Tierarzt gibt hier gerne Auskunft.

Gegen manche Erkrankungen, zum Beispiel Leishmaniose, kann man seinen Hund auch impfen lassen. In diesem Fall sind drei Impfungen nötig (bei einer Erstimpfung), das heißt der Vierbeiner muss alle drei Wochen geimpft werden. Vier Wochen nach der dritten Impfung ist der Impfschutz komplett. Diese Zeit sollte man mit einplanen.

Was bleibt uns noch zu sagen? Schönen Urlaub!!!

P. S. Auch in Deutschland gibt es einige Krankheiten, die der Fellnase das Leben schwer machen können. Bestes Beispiel: Zecken. Unsere Zeckentinktur enthält lauter natürliche Inhaltsstoffe, die die Blutsauger auf den Tod nicht ausstehen können.

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