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Neu im Team: 250.000 Kolleginnen

Wir sind stolz wie Bolle. Seit Mai haben wir sage und schreibe 250.000 neue Kolleginnen! Diese sitzen allerdings nicht im Büro, sondern fliegen die ganze Zeit munter in der Gegend herum. Keine Angst, dafür wird auch kein einziger Tropfen Kerosin in die Luft geblasen, unsere Bienchen gelangen dank eigener Muskelkraft von A nach B.

Vier Imker und eine Imkerin sorgen dafür, dass in unseren fünf Bienenstöcken immer alles picobello ist. Schließlich sollen es unsere neuen Mitarbeiterinnen schön gemütlich haben.

Seit 1. Mai diesen Jahres unterstützen wir das „Projekt 2028“ – die größte digitale Initiative zum Schutz von Bienen. Das Projekt wurde von Hektar Nektar ins Leben gerufen. Wir sehen es als unsere Pflicht, den fleißigen Bienen ein wenig unter die Flügelchen zu greifen, denn so klein sie sind, so groß sind leider ihre Probleme. Das beginnt bei der Varroamilbe, die vielen den Garaus macht, und endet beim Lebensraum, der zusammenschmilzt wie eine Eisscholle in der Arktis. Stichwort: Monokulturen.

So fleißig und sooo wichtig

Honigbienen haben zwei Fulltime-Jobs auf einmal. Der eine ist natürlich das Produzieren von Honig. Hier ist ein gewisser Aufwand nötig: Um ein Gramm Honig herzustellen, müssen Bienen 8.000 bis 10.000 Blüten einen Besuch abstatten. Das ist schon eine Hausnummer.

Viel wichtiger ist aber ihr zweiter Job: das Bestäuben. Durch ihre Bestäubungsleistung sind Bienen (diesen Job teilen sie sich mit ihren Wildbienenschwestern) für rund ein Drittel aller Nahrungsmittel verantwortlich. Ohne sie hätten wir somit weniger Leckeres auf dem Teller und auch die Qualität wäre weitaus schlechter.

Problem: Monokulturen

Unsere Insekten sind durch viele Umwelteinflüsse bedroht. Oft hört man, ein großes Problem stellten Monokulturen dar. Doch was versteht man unter Monokultur? Agrarflächen, die ausschließlich mit einer Nutzpflanze bebaut werden – also etwa Raps, Mais oder Weizen – nennt man Monokulturen. Dadurch finden Honig- und Wildbienen kein ausreichendes Nahrungsangebot vor.

Monokulturen blühen nur kurz, Bienen benötigen aber die gesamte Saison von März bis ca. Oktober Nahrung. Viele Bienen sind darüber hinaus auf spezielle Blüten spezialisiert, wenn nun Monokulturen alle anderen Pflanzen verdrängen, wird es eng für Hummel und Co. Auf konventionellen Monokulturen werden zudem massenhaft Pestizide ausgebracht – ein weiterer Grund für das Insektensterben.

Das passiert im Mai

Im Mai herrscht Hochsaison im Bienenstock. Das Volk wächst und wächst. Die Königin legt jeden Tag bis zu 2.000 befruchtete Eier. Nach 20 Tagen schlüpfen die Arbeiterinnen. Im Bienenvolk hat nämlich jeder eine fix zugeteilte Aufgabe.

An ihren ersten zwei Lebenstagen putzt sie sich selbst und die Wiegen. An den Tagen 3 bis 6 ist sie für die Fütterung der Altmaden zuständig. Ab Tag 6 klettert sie die Karriereleiter rasant aufwärts: Jetzt heißt es Jungmaden füttern, von den Sammelbienen Nektar abnehmen und den Stock putzen. Vom 12. bis zum 18. Tag baut die Biene neue Waben und ab dem 16. Tag fliegt sie sich ein. Am 18. und 19. Lebenstag bewacht sie den Bienenstock, ab dem 20. Tag ist sie schließlich Sammelbiene und sammelt Pollen und Nektar. Nach sechs bis acht Wochen endet das arbeitsreiche Leben der Honigbiene.

Die männlichen Bienen, die Drohnen, haben in ihrem Leben nur eine einzige Aufgabe: die Befruchtung der Königin. Ansonsten hängen die faulen Willis einfach nur im Bienenstock ab und fliegen spazieren. Bei der Befruchtung sterben die Drohnen oder sonst nach 30 bis 40 ziemlich gemütlichen Lebenstagen.

Das passiert im Juni

Im Frühsommer wächst und wächst das Volk und die Paarung beginnt. Die Bienen sammeln jetzt fleißig Pollen und Nektar und legen Vorräte für den Winter an. In der zweiten Junihälfte erfolgt meist die erste Honigernte.

Unsere Imker*innen müssen solange warten, bis in den Honigwaben keine Brut mehr vorhanden ist und gleichzeitig das Honiglager auch gut gefüllt ist. Im Mai und im Juni dehnen die Bienen ihr Brutnest weit aus, teilweise bis in die hintersten Waben.

Der erste Honig der Saison ist meistens Honigtauhonig – oder auch Waldhonig genannt. Honigtau wird von Blattläusen und Schildläusen, die auf Bäumen leben, produziert. Die Honigbienen nehmen diesen Honigtau auf und verarbeiten ihn mit eigenen Sekreten zu Waldhonig. Waldhonig ist weniger süß als Blütenhonig und dunkler. Besonders exquisit sind sortenreine Honige wie etwa Fichtenhonig, Eichenhonig oder Tannenhonig.

Weltbienentag

Wie können wir den Bienen helfen? Auf Nahrungsmittel aus konventionellem Anbau verzichten; den eigenen Balkon oder Garten bienenfreundlich gestalten mit vielen unterschiedlichen Blühern mit offenen Blüten; keine Pestizide oder Kunstdünger verwenden.

Übrigens, am Freitag, den 20. Mai, ist Weltbienentag! Der Tag wurde von Slowenien vorgeschlagen und von den Vereinten Nationen angenommen. Der Tag geht auf einen Pionier der modernen Imkerei zurück, den Slowenen Anton Janscha, geboren am 20. Mai 1734. Deshalb: Bee good

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